Meditative Techniken sind wertvolle Werkzeuge, um langfristig Stressbewältigung zu üben und die psychische Widerstandskraft, die Resilienz zu stärken. Kurzfristig helfen sie, mit belastenden Situationen umzugehen und die Stressenergie positiv und konstruktiv zu nutzen.

Unter Meditation stellen sich die meisten Menschen Stille, Alleinesein und Entspannung vor. Man sitzt vor auf ein Meditationskissen, ggf. vor ein Meditationsobjekt (z.B. einer Kerze), versucht an nichts zu denken und "schaltet dabei ab". Eventuell läßt man sich zusätzlich von einer Meditationsmusik begleiten.

Meditation ist ein jedoch höchst kreativer Prozess. Wahre Meditation bedeutet, zu 100% da und präsent zu sein. Wie das zustande kommt, welche Techniken dazu führen und wo man Meditation praktiziert, ist eher sekundär.
Der kurze Weg zur Bushaltestelle kann ebenso, über achtsames und bewusstes Gehen, als Kurzmeditation genutzt werden wie ein entsprechend spirituell eingerichteter Seminarraum. Bewusstes Tanzen oder das bewusste Ausführen von Yogaübungen hat genauso einen meditativen Effekt wie das Sitzen in Stille. Entscheidend ist, mit welchem Grad an Bewusstheit alle diese Prozesse praktiziert werden. Als Ankerpunkt, Träger, verbindendes Element bzw. Werkzeug zur bewussten Übung bietet sich häufig der Atem an.

Grob kann man unterscheiden in

Meditationen in Stille:
Zen Meditation
MBSR: Achtsamkeitsmeditation nach Jon Kabat Zinn

Bewegungsmeditationen bzw. aktive Meditationen:
Kundalini Meditation
Herzchakra (allg. Chakrenmeditation)
Tanzmeditation (z.B. Fünf Rhythmen nach Gabrielle Roth)

In meinen Seminaren biete ich je nach Gruppe und Situation stille und aktive Meditationen an. Ob und wie das Praktizieren von Meditation für Sie z.B. als Methode zur Stressreduktion oder überhaupt als tägliche Übung/Ritual in Frage kommt, entscheiden Sie alleine. Oft ist es gut, verschiedene Techniken einige Male auszuprobieren und dann ggf. eine Methode in den Alltag zu integrieren.

Achtsamkeit

Einfach ausgedrückt bedeutet Achtsamkeit, allem was geschieht die volle, uneingeschränkte Aufmerksamkeit zu schenken. Der einzige Zeit, in der Veränderung geschehen kann und in der wir wirklich lebendig sind, ist die Gegenwart, das Jetzt. Darum ist es so wichtig, in diesem Moment möglichst präsent zu sein.
Ein wesentlicher Aspekt ist, den Moment, das Ereignis oder den Gegenstand so wahrzunehmen, was bzw. wie er gerade ist, ohne Wertung, mit Freundlichkeit und Offenheit. Dadurch vermeiden wir, in die Emotion zu gehen und darin gefangen zu sein. Dies würde nämlich das Erleben des Hier und Jetzt, die Akzeptanz des Augenblicks und die Lebendigkeit einschränken. Und somit auch die Bewusstmachung von Mustern, eingefahrenen Verhaltensweisen und Veränderung verhindern.
Lebendigkeit speist sich mitunter aus Veränderung.